Datenrettung News: Vogons forensische Software erbringt wichtigen Nachweis vor Gericht
Das Unternehmen Vogon International, Spezialist für Datenrettung und EDV-Beweismittelsicherung,
konnte jetzt einem britischen Gericht durch die Wiederherstellung gelöschter
Computerdateien einen essentiellen Nachweis über die Taten eines Angeklagten
liefern. Und dies, nachdem die Verteidigung geltend gemacht hatte, daß keine
Beweise gegen ihn vorlägen.
In dem bahnbrechenden Fall wurde der Pädophile Mike Jayson von einem britischen
Crown Court schließlich in sieben Anklagepunkten für schuldig befunden
und zu insgesamt zwölf Monaten Haft verurteilt. Das Urteil berief sich
dabei ausschließlich auf Beweise in Form von rekonstruierten HTML-Dateien
– der erste Fall dieser Art in der britischen Rechtsgeschichte.
Mit Vogons forensischer Software konnte bewiesen werden, daß Jayson unter
Verwendung einer bestimmten Suchmaschine nach Webseiten mit Inhalten potentiell
pädophiler Art gesucht hatte und dann den angezeigten Links zu kinderpornografischen
Bildern gefolgt war. Zur Beweisführung installierte Vogon Computer im Anhörungssaal.
Damit konnte das Gericht die Vorgehensweise des Angeklagten genau nachvollziehen:
er hatte Webseiten mit kinderpornografischen Miniaturbildern aufgerufen und
sie angeklickt, um sie in voller Größe zu betrachten. Dies bewies
eindeutig die Absichten des Angeklagten und führte schließlich zu
seiner Verurteilung.
Wäre das Gericht jedoch den Angaben des Sachverständigen der Verteidigung
gefolgt, so hätte Jayson den Saal als freier Mann verlassen. Laut des verteidigenden
Gutachtens, das unter Verwendung der Software Encase angefertigt worden war,
lagen keinerlei Beweise vor. Nachdem Vogon aber alle gelöschten Dateien
rekonstruieren konnte, mußte die Verteidigung einräumen, daß
sie trotz des Einsatzes von Encase das von Vogon sichergestellte Material nicht
hatte auffinden können.
Nach der Verurteilung erklärte Detective Sergeant Rob Gardner, UK Police
Child Protection Unit (Kinderschutzdezernat der britischen Polizei): „Ich
bin sehr froh über dieses Urteil - es war ein bahnbrechender Fall.“
Chris Watts, leitender Ermittler bei Vogon International und Sachverständiger
der Anklage, meinte dazu: „Wir sind höchst erfreut über den
Ausgang dieses Falles. Er zeigt, daß gelöschte Dateien als Beweismittel
für die Verurteilung von Pädophilen ausreichen und daß die Justiz
beginnt, Computertechnologie mehr zu nutzen. Er unterstreicht außerdem
die Effektivität unserer Software- immerhin besteht die Gefahr, daß
ohne eine gründliche Beweismittelsicherung im IT-Bereich andere Kriminelle
durch die Maschen des Gesetzes schlüpfen können!“ |