Datenrettung News: Inadäquate Geldmittel gefährden Kinder

Ein führender britischer Anbieter von forensischen EDV-Dienstleistungen hat den Staat aufgerufen, mehr Geldmittel zur Verfügung zu stellen, damit die Strafverfolgungsorgane bei Ermittlungen auf dem Gebiet der Kinderpornografie schneller vorgehen können.

Seit Beginn der Operation „Eisenerz“, die im letzten Jahr infolge von Ermittlungen des FBI hinsichtlich einer kinderpornografischen Website in den USA zustande kam, wurden an die britischen Behörden die Daten von über 7.000 Personen übermittelt, deren Kreditkarten offenbar für den Zugriff auf die Website verwendet worden waren. Bislang wurden etwa 1.300 Personen verhaftet, von denen viele den Behörden vorher nicht einschlägig bekannt waren.

Allein die große Anzahl der Personen hat dazu geführt, dass die Polizeikräfte landesweit mit ihrer Ermittlungsarbeit kaum nachkommen. Inzwischen besteht Anlass zur Sorge, dass aufgrund der immer längeren Verzögerungen noch mehr Kinder durch Missbrauch gefährdet sein könnten, wenn nicht weitere Geldmittel bereitgestellt werden.

„Wir haben angeboten, mit unserer forensischen Software eine Voruntersuchung verdächtiger Materialien durchzuführen, die es uns erlaubt, unverdächtige Systeme schnell herauszufiltern“, so Gordon Stevenson, Managing Director des EDV-Ermittlungsunternehmens Vogon International. „Darüber hinaus gibt es aber keine Möglichkeit, das Verfahren abzukürzen“, erläutert Stevenson. „Die einzige Chance, wirklich festzustellen, ob eine Person etwas mit Kinderpornografie im Internet zu tun hatte, ist eine detaillierte forensische Untersuchung ihres Computers.“

Stevenson, dessen Beratungsabteilung auf über 10 Jahre Erfahrung in forensischen EDV-Ermittlungen zurückblicken kann, weiter: „Durchschnittlich hat die Polizei nur mit einer Hand voll solcher Ermittlungen pro Monat zu tun. Aber diese Operation ist weit, weit umfangreicher und viele Dienststellen haben einfach nicht die nötigen Ressourcen. Statt immer nur über den Ernst der Lage zu diskutieren, sollte die Regierung ihren Worten Taten folgen lassen und der Polizei die Mittel zur Verfügung stellen, die sie braucht.“


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In dieser Rubrik veröffentlichen wir neben redaktionellen Artikeln auch ungeprüfte Unternehmensmeldungen zum Thema Datenrettung. Für den Inhalt der einzelnen Meldungen sind ausschließlich die betreffenden Datenrettungsunternehmen verantwortlich.
 
     
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