Datenrettung News: Eine schlagkräftige Truppe

Was als derbes Wortgefecht zwischen einem betrunkenen Fußgänger und einem Taxifahrer begann, eskalierte zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung: Der Taxifahrer rief per Funk einen Kollegen als Verstärkung. Sie verfolgten den Fußgänger, verprügelten ihn zur Vergeltung für die vorausgegangenen Beleidigungen und setzten daraufhin ihre Schicht fort.

Die Polizei, die auf die Anzeige des geschädigten Fußgängers hin den Vorfall untersuchte, richtete ihre Aufmerksamkeit auf das Computersystem der Taxigesellschaft, in dem alle per Funk an die Taxis übertragenen Daten über Einsätze und Fahrtaufträge gespeichert waren. Obwohl diese Daten in der Zentrale protokolliert wurden und damit eine umfassende Rückverfolgung aller normalen Geschäftsvorfälle möglich war, konnte auf den ersten Blick kein brauchbarer Hinweis auf den Einsatz eines Fahrers am fraglichen Ort gefunden werden.

Die Polizei beschloss daher, VOGON International mit der genaueren Untersuchung der Daten zu beauftragen. Es stellte sich heraus, dass herkömmliche Untersuchungsmethoden in diesem Fall nicht griffen, da die Daten in einer "btrieve"-Datenbank auf einer eigenen Partition in einem Novell-Server gespeichert waren. Hier musste Vogon einen anderen Ansatz finden.

Zunächst wurde ein Klon der Server-Festplatte geschaffen, wobei man die Image-Daten aus der polizeilichen Untersuchung mit der geklonten Kopie einer Workstation verband. Somit hatte Vogon eine funktionsfähige Kopie des Computersystems der Taxigesellschaft erstellt. Schnell stellte sich heraus, dass die am tätlichen Angriff auf den Fußgänger beteiligten Taxifahrer einen Kollegen in der Zentrale überredet hatten, die sie betreffenden Daten im elektronischen Fahrtenbuch für den Tag der Tat zu ändern. Vogon fand nicht nur die originalen Einträge über Zeit- und Positionsdaten von einem der Taxifahrer kurz vor der Tat, sondern auch die protokollierte elektronischen Nachrichten an den Datenterminal eines der Taxis, zusammen mit Aufzeichnungen der Funksprüche und natürlich die später erfolgten Änderungen dieser Daten.

"Diese Untersuchung war schon etwas Besonderes", so Rick Yeomans, Computer-Ermittler bei Vogon International: "Zusätzlich zu der herkömmlichen forensischen Auswertung der Computerdaten waren hier Spezialuntersuchungen von Funkdaten und elektronisch übertragenen Daten notwendig.

"Nur dadurch, dass wir sowohl Spezialisten für die Untersuchung von Beweisdaten haben, als auch erfahrene Software-Ingenieure, ist es uns gelungen, eine funktionsfähige Version des Computersystems dieses Taxiunternehmen zu rekonstruieren, diese dann auszuwerten und die Beweisdaten zu finden."

Mit den Informationen aus Vogon's Computer-Auswertung und dem vorliegenden Beweismaterial aus der polizeilichen Ermittlung (Zeugenaussagen), hatte die Polizei nun ihrerseits schlagkräftiges Material, um den Fall erfolgreich abzuschließen. Bei der späteren Konfrontation der Fahrer mit den Fakten gestanden diese, den Fußgänger vorsätzlich angegriffen zu haben und erhielten daraufhin entsprechende Strafen.


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In dieser Rubrik veröffentlichen wir neben redaktionellen Artikeln auch ungeprüfte Unternehmensmeldungen zum Thema Datenrettung. Für den Inhalt der einzelnen Meldungen sind ausschließlich die betreffenden Datenrettungsunternehmen verantwortlich.
 
     
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