Datenrettung News: Nach dem Flugzeugunglück in Mailand: Ibas rekonstruiert PCs aus dem Pirelli-Turm
Am 18. April krachte ein Kleinflugzeug in das Pirelli-Hochhaus in Mailand und
richtete immensen Schaden an. Das Gebäude wird als eines der wichtigsten
Finanzzentren eingestuft, eine erhebliche Anzahl von PCs wurde von Wasser, Feuer,
Rauch und die physikalischen Stoßeinwirkungen beschädigt. Die regionalen
italienischen Behörden haben Ibas mit der Rekonstruktion wichtiger Daten
beauftragt.
Der Mailand-Auftrag ist der größte Einzelauftrag, den Ibas je zur
Rekonstruktion von Daten erhalten hat. Der Auftraggeber ist die Region Lombardei
- in Konkurrenz mit mehreren anderen internationalen Datenrettungs-Unternehmen
wurde Ibas ausgewählt.
Technisch kompliziert
Der genaue Umfang des Auftrags ist immer noch nicht geklärt. Diese Woche
fängt Ibas an, die Daten von 23 PCs der Anwaltskanzleien in der 26. Etage,
dort wo die Maschine einschlug, zu rekonstruieren. Diese PCs werden als die
wichtigsten im Wolkenkratzer angesehen. Aufgrund umfangreicher Wasserschäden
werden voraussichtlich auch PCs der darunter liegenden Etagen in den kommenden
Wochen an Ibas geschickt. Die Maschinen werden zunächst nach Kongsvinger
in Norwegen gebracht, um dort - bevor die eigentliche Arbeit der Rekonstruktion
der Daten im Ibas-Labor beginnt - speziell gereinigt zu werden. Aus Erfahrung
wissen wir, dass Wasser-, Feuer- und Rauchschäden technisch komplizierte
Herausforderungen darstellen. Insofern ist der Fertigstellungstermin noch offen.
Strategisch wichtige Vereinbarung
Mit über 20 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet der Datenrekonstruktion hat
Ibas eine weltweit führende Kompetenz aufgebaut. Das Unternehmen hat in
der Vergangenheit bereits eine Reihe von Aufträgen, bei denen PCs umfangreiche
Wasser- und Feuerschäden erlitten haben, bewältigt. In Norwegen ist
die im November 1999 gesunkene Sleipner-Fähre wohl der bekannteste Auftrag.
„Der Pirelli-Auftrag ist für Ibas strategisch wichtig. Das Vertrauen,
das uns von den regionalen italienischen Behörden in dieser ungewöhnlichen
Sache erteilt wird, festigt unsere Marktstellung als führender Dienstleister
auf dem Gebiet der Datenrekonstruktion in Europa," sagt Arve Saghaug, Geschäftsführer
von Ibas AS.
Das Flugzeugunglück
Ein 67-jähriger Schweizer Pilot saß hinter den Steuerknüppeln
des Kleinflugzeugs, das am 18. April dieses Jahres in den Pirelli-Turm raste.
3 Personen starben. Die Ursache des Unglücks ist immer noch nicht endgültig
geklärt. Der 127 Meter hohe Wolkenkratzer wird zu einem der größten
Betonbauten der Welt gerechnet. Der Flieger prallte in die 26. Etage des 30
Etagen zählenden Gebäudes. Die regionalen italienischen Behörden
hatten in diesem wichtigen Finanzzentrum ihre Büros. |