Datenrettung News: Datenrettung einer Versicherungskarte bringt bis zu fünf Jahren Gefängnis
Pirmasens, 11 März 2003 - Die Datenwiederherstellung einer Krankenkassenver-sichertenkarte
fühtre die Ermittler der Kriminalpolizei direkt zur Wohnung eines Serieneinbrechers.
Während einer seiner nächtlichen Einbrüche verwendete ein Serieneinbrecher
zum öffnen einer Haustüre seine Krankenkassenversicherungskarte. Dabei
brach die Karte ab. Ein Teil der Karte samt IC Speicherbaustein blieb in der
Tür stecken und wurde durch die ermittelten Beamten später sichergestellt.
Weder der Hersteller der Karten noch der des Speicherbausteines waren in der
Lage den mechanisch stark beschädigten Baustein auszulesen.
Im Datenrettungslabor von CONVAR in Pirmasens konnte der Baustein in einer
Speziallösung von seinem Trägermaterial herausgelöst werden.
Die Speicherzellen wurden durch ein von CONVAR entwickeltes Steuerungssystem
angesprochen und blockweise ausgelesen.
Die auf der Karte gespeicherten Personaldaten führten die Ermittler direkt
an die Haustür des Verdächtigen. Im Zuge der weiteren Ermittlungen
konnten dem Beschuldigten diverse Einbrüche in den vergangenen zwölf
Monaten nachgewiesen werden, die mit einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf
Jahren bestraft werden können. |