Polizei ist weiteren Sasser- und Netsky-Tätern auf den Ferse
Polizei ist weiteren Sasser- und Netsky-Tätern auf den Fersen
Die Polizei hat fünf Personen aus dem Umfeld des mutmaßlichen Viren-Autors Sven J. verhört
Die deutsche Polizei hat fünf weitere Personen im Zusammenhang mit der Programmierung und Verbreitung des Sasser- und Netsky-Wurms verhört. Zwei von ihnen gaben zu, von dem Sasser-Autor Sven J. den Netsky-Quellcode erhalten zu haben. Desweiteren sagte einer aus, dass mit seiner Hilfe der Netsky-Wurm verbreitet wurde. Es wurden aber keine weiteren Verhaftungen vorgenommen.
Bereits am letzten Wochenende wurde der 18-jährige Schüler Sven J. als mutmaßlicher Autor des Sasser-Wurms in der norddeutschen Stadt Rotenburg verhaftet. Er gestand, sowohl für den Sasser-Wurm als auch für den Netsky-A-Wurm verantwortlich zu sein.
Seit dem ersten Auftreten von Netsky Mitte Februar, haben etliche Varianten Unternehmensnetzwerke und private Computer angegriffen. Im April verursachten die verschiedenen Netsky-Varianten bei ungeschützten Computersystemen immer noch erhebliche Probleme. Entsprechend führten sie die monatlichen Viren-Top Ten an.
Die beiden Würmer Sasser und Netsky haben einen ungeheuren Schaden bei Unternehmen und privaten Computernutzern angerichtet, sagt Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos. Die erste Festnahme sollte den Behörden helfen, dieses Untergrundnetzwerk von Virenschreibern aufzudecken und zu weiteren Festnahmen beitragen. Diese sogenannte Skynet-Gang benennt sich nach dem Computersystem, das in einem Film von Arnold Schwarzenegger die Weltherrschaft an sich reißen möchte.
Die norddeutsche Polizei ist gerade dabei einen ganzen Ring von Viren-Programmierern hochzunehmen, der für die schlimmsten Computerattacken im Jahr 2004 verantwortlich ist, fährt Christoph Hardy fort. Die klare Botschaft an alle Virenschreiber lautet: Weltweit haben die zuständigen Behörden ihre Anstrengungen verschärft und gehen aktiv gegen Virenschreiber vor.