Gemeinsame Umfrage zu Spam von Symantec und chip.de
Anwender empfinden Spam als ärgerlich, zeitaufwändig und gefährlich
Ratingen, 23. Mai 2003 – Symantec, weltweit führender Anbieter von
Internetsicherheitslösungen, hat zusammen mit chip.de eine Umfrage unter
Internetbenutzern durchgeführt. Ziel der Untersuchung war es herauszufinden,
wie stark die Verbreitung von Spam-Mails vorangeschritten ist und wie Anwender
mit der unerwünschten Flut von unaufgefordert zugeschickten E-Mails umgehen.
Darüber hinaus sollte festgestellt werden, inwieweit E-Mail-Benutzer sich
über die potenzielle Gefahr von Spam-Mails bewusst sind. In einem Zeitraum
von 10 Tagen haben knapp 8.000 E-Mail-Benutzer über die populäre Webseite
chip.de an der Untersuchung teilgenommen; die Ergebnisse wurden nun in einer
Studie zusammengefasst.
Haupterkenntnis: Spam = Ärger + Zeitverlust + Risiko
Vor allem private PC-Benutzer müssen sich mit Spam herumschlagen (73 Prozent).
Knapp jeder Vierte wird sowohl zu Hause als auch am Arbeitsplatz von unerwünschten
Werbemails belästigt. Die Zahl der Spam-Mails nimmt beachtliche Ausmaße
an. 52 Prozent der Befragten registrierten pro Woche in ihrem E-Mail-Eingang
zwischen 10 und 50 solcher Botschaften.
Eine weitere wichtige Erkenntnis ist die, dass Spam nicht mehr nur ärgerlich
ist, sondern E-Mail-Benutzer zunehmend schädigt. Die meisten Befragten
empfanden Spam als lästig, jeder Zehnte musste jedoch einen weiter gehenden
Schaden durch die unerwünschte Werbeflut hinnehmen. Die Schäden bestanden
vornehmlich in der verdeckten Installation von Dialern, in dem Erwerb von raubkopierter
Software oder in bestellter und nie gelieferter Ware.
„Kriminelle haben das Medium E-Mail für sich entdeckt“, so
die Einschätzung von William Plante, Leiter weltweiter Markenschutz bei
Symantec. „Die Fälle, in denen zum Beispiel raubkopierte Software
von Symantec via Spam-Mail angeboten werden, haben stark zugenommen. Anwender
erwerben Software in dem Glauben, ein leistungsfähiges Originalprodukt
zum Schnäppchenpreis zu erhalten. Was sie bekommen, ist jedoch nur eine
billige Kopie ohne volle Funktionalität, ohne Anspruch auf aktuelle Virensignaturen
oder Online-Hilfe.“
Christian Riedel, Chefredakteur von CHIP Online gibt zu bedenken: „Sicherlich
kann man es auch schon als Schädigung empfinden, wenn man ständig
Zeit darauf verwenden muss, unerwünschten Werbemüll aus dem E-Mail-Eingang
zu entfernen. Während dem Privatanwender die Zeit raubenden Löschaktionen
lediglich die Laune verderben, führen sie im beruflichen Bereich zu einer
Produktivitätsminderung.“ Inwieweit sich Spam am Arbeitsplatz letztlich
volkswirtschaftlich negativ auswirkt, lasse sich schwer sagen, das Problem sollte
jedoch von den Verantwortlichen nicht unterschätzt werden, so Riedel weiter.
Strategien im Umgang mit Spam: Zwischen Schicksalsergebenheit und Protest
E-Mail-Benutzer verfolgen unterschiedliche Strategien im Umgang mit Spam. 92
Prozent der Umfrageteilnehmer versuchen, die Werbeflut zu ignorieren. Sie gaben
an, Spam-Mails ungelesen zu löschen. 4 Prozent halten es für eine
gute Idee, eine Antwort-Mail mit der Bitte um Streichung aus dem E-Mail-Verteiler
zu schicken. „Gerade darauf warten manche unseriöse Anbieter. Die
Antwort-Mail bestätigt nur die Richtigkeit der E-Mail-Adresse. Eine solche
Reaktion kann daher anschließend zu einer Zunahme des Spammings führen“,
warnt William Plante von Symantec.
Obwohl die Mehrzahl der Befragten Nachteile durch Spam erleiden, schützen
sich mehr als die Hälfte (53 Prozent) in keiner Weise davor. E-Mail-Benutzer
seien Spam jedoch nicht hilflos ausgeliefert, macht Plante von Symantec klar.
Spam-Filter oder Spam-Blocker, wie sie in Produkten wie Norton Internet Security
enthalten sind, könnten einen Großteil der Werbeflut ausschalten.
Wer bisher nicht über solche Software verfügt, sollte einige Tipps
beherzigen, die Symantec in seinem Spamwatch-Center unter www.symantec.com/spamwatch/
zusammengefasst hat. Dort erhalten E-Mail-Benutzer Hinweise, wie man seriöse
von unseriösen Angeboten unterscheidet und werden über adäquate
Reaktionen auf Spam aufgeklärt. Darüber hinaus können Anwender
über spamwatch@symantec.com mit den Symantec-Experten in Verbindung treten,
wenn sie via Spam ein zweifelhaftes Angebot zum Kauf von Symantec-Produkten
erhalten haben.
Vor allen Dingen sollten E-Mail-Benutzer nicht selber zur Quelle von Spam-Mail
werden, indem sie so genannte Kettenbriefe per E-Mail weiter verbreiten. „Kettenbriefe
haben uns doch schon in der Grundschule genervt“, findet Christian Riedel
von CHIP Online. „Im E-Mail-Format werden sie kein bisschen intelligenter.
Sie verschwenden lediglich Zeit und Bandbreite.“
Hintergrundinfos zur Studie im Überblick
Umfrage-Parameter
Die Umfrage bestand aus insgesamt 17 Fragen und stand auf der stark frequentierten
Webseite von chip.de allen Interessierten zur Verfügung. Sie ließ
sich einfach durch Mausklick auf ein Antwortmenü beantworten. Gefragt wurde
unter anderem nach der Anzahl erhaltener E-Mails pro Woche, dem Anteil von Spam,
nach der Reaktion der Befragten auf unerwünschte Werbemail und mögliche
Schäden. Die Anonymität der Teilnehmer war gewährleistet, lediglich
Alter und Geschlecht wurden erfragt. Chip.de übernahm die Auswertung der
in der Aktion generierten Daten.
„Wir haben nicht mit einem so großen Echo gerechnet“, kommentierte
Christian Riedel, Chefredakteur von chip.de die unerwartet hohe Zahl von knapp
8.000 Teilnehmern. „Aber offensichtlich ist Spam ein Reizthema, weil sich
immer mehr E-Mail-Benutzer damit auseinander setzen müssen.“ Das
gemeinsame Umfrageprojekt mit Symantec sei gelungen, so Riedel weiter, da man
wertvolle Erkenntnisse über die Bedeutung und Tragweite von Spam erhalten
habe.
Zahlen und Fakten der Studie
Die meisten der Befragten (97 Prozent) kannten den Begriff „Spam“.
Dieser hohe Kenntnisstand ist nicht zuletzt auf die gut informierte Zielgruppe
von chip.de zurückzuführen, die sich aus Entscheidern und Meinungsführern
der IT-Branche sowie interessierten Laien zusammensetzt.
59 Prozent der Befragten nutzen E-Mail vorwiegend privat, 2 Prozent ausschließlich
beruflich, 39 Prozent der Teilnehmer gaben an, E-Mail sowohl im beruflichen
als auch privaten Bereich einzusetzen.
42 Prozent der Befragten gaben an, pro Woche 10 bis 50 E-Mails zu erhalten.
29 Prozent erhalten 51 bis 100 E-Mails, 12 Prozent der Befragten erhalten 101
bis 150 E-Mails.
73 Prozent der Teilnehmer werden an ihrem Heim-PC von Spam heimgesucht, 24 Prozent
müssen sich sowohl zu Hause als auch im Büro mit Spam-Mail herumschlagen.
Nur 3 Prozent gaben an, von Spam-Mail verschont zu bleiben.
Wöchentlich beläuft sich die Zahl der Spam-Mails bei 52 Prozent der
Befragten auf 10 bis 50. 20 Prozent erhalten sogar 51 bis 100 Spam-Mails.
Interessant ist die Reaktion der Befragten auf Spam: 92 Prozent löschen
die Werbepost ungelesen. 4 Prozent halten es für richtig, Spam-Mails zu
öffnen und den Absender zu bitten, vom Verteiler gestrichen zu werden.
Wenige Anwender (1 Prozent) protestieren auf herkömmlichem Postweg gegen
die Zusendung von Spam, sofern sich ein Absender ermitteln lässt.
Von jenen, die auf Spam-Mail reagiert haben, gaben immerhin 10 Prozent an, durch
ihre Reaktion einen Schaden erlitten zu haben. 56 Prozent hatten sich dadurch
einen Virus eingefangen, 70 Prozent der Geschädigten wurden auf eine Internetseite
umgeleitet, von der aus sich ein Dialer-Programm auf dem Rechner installierte,
jeweils 1 Prozent gab an, bestellte Ware nie erhalten zu haben und versehentlich
raubkopierte Software bestellt zu haben.
33 Prozent der Befragten berichteten davon, dass zeitweise ihr E-Mail-Account
durch Spam dermaßen verstopft war - beispielsweise nach einem Urlaub -,
dass keine regulären E-Mails mehr empfangen werden konnten.
Gut drei Viertel der Befragten schätzen die Gefahr für Kinder mit
E-Mail-Zugang durch Spam hoch bis sehr hoch ein.
53 Prozent der Befragten setzen bisher keinen Spam-Filter ein. 23 Prozent gaben
an, dass ihr E-Mail-Provider Spam-Mail von vornherein filtert.
Über CHIP Online
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die Kompetenz des Spezialisten mit der Reichweite der großen Generalisten
im Web. Mit unabhängigen Tests, umfangreichen redaktionellen Inhalten und
kompetenter Produkt- und Kaufberatung spricht CHIP Online kaufinteressierte
Zielgruppen, Entscheider, Meinungsführer und Multiplikatoren des IT-Marktes
an. Nach den offiziellen IVW-Daten gehört das Angebot mit bis zu zwölf
Millionen Besuchen (Visits) und 90 Millionen Seitenaufrufen pro Monat zu den
reichweitenstärksten Websites in Deutschland. Außerdem ist CHIP Online
die „Beste Computersite“ mit einem Spitzenplatz in der ewigen Bestenliste
des Horizont Website-Trends.