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| 2004-07-22 |
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Viren auf Windows Mobile-Plattform möglich
Viren auf Windows Mobile-Plattform möglich
Kaspersky Labs, ein international anerkannter Experte im Bereich IT-Sicherheit, warnt vor Duts, dem ersten Computer-Virus für Windows Mobile, einer der populärsten Plattformen für mobile Endgeräte (Taschencomputer und Smartphones).
'Duts ist ein konzeptuelles Schadprogramm, das Infizierungsmöglichkeiten von Windows Mobile aufzeigt', meint Eugene Kaspersky, Leiter der Anti-Virus-Forschung bei Kaspersky Labs. 'Laborversuche haben gezeigt, dass der Virus sich in dieser Umgebung effizient verbreiten kann, aber wir erwarten dennoch keine große Epidemie. Duts verfügt über keine aktiven Verbreitungsfunktionen, er infiziert nur eine begrenzte Anzahl Dateien und entlarvt sich bei Verbreitungsversuchen eindeutig.'
Duts ist von einem unter dem Pseudonym Ratter bekannten Viren-Autor, einem aktiven Mitglied der internationalen Gruppe 29A geschrieben worden. Bisher ist 29A durch eine Reihe konzeptioneller Schadprogramme berüchtigt gewesen, darunter auch Cabir, der vor kurzem sein Unwesen trieb. Cabir ist der erste Wurm, der das Betriebssystem Symbian befallen kann.
Duts ist ein klassischer parasitärer Virus mit einer Länge von 1520 Bytes und kann über beliebige Kommunikationskanäle auf das mobile Endgerät gelangen: Über E-Mails, das Internet, Speicherkarten, bei der Synchronisierung mit dem PC oder über Bluetooth. Nach dem Start der infizierten Datei erscheint ein Fenster mit folgendem Text auf dem Bildschirm: Dear User, am I allowed to spread? (Lieber Anwender, darf ich mich verbreiten?)
Bei einer postiven Antwort dringt Duts in - hinsichtlich Format und Größe (über 4 KB) passende - ausführbare Dateien im Stammverzeichnis des Geräts (My device) ein. Beim Infizieren schreibt sich der Virus ans Ende der Zieldatei und modifiziert den Ausgangspunkt. Zur Vermeidung einer Mehrfachinfizierung erhalten solche Dateien die Markierung 'atar' in einem der nicht-ausführbaren Felder. Es sind keine destruktiven Funktionen in Duts gefunden worden.
'Die Ereignisse des vergangenen Monats geben Anlass zu Beunruhigung,' fügt Eugene Kaspersky hinzu.. 'Der Computer-Underground hat sich gleichsam auf mobile Endgeräte gestürzt und neue Wege bei der Entwicklung von Malware aufgezeigt. Zweifellos nähert sich dadurch der Moment für die erste globale Epidemie durch 'mobile' Viren.
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