TREND MICRO prognostiziert die Virentrends für 2004
Anhaltende Bedrohung durch Massen-Emails in Kombination mit Social Engineering
TREND MICRO, einer der weltweit führenden Hersteller von Web-basierter
Antiviren- und eSecurity-Software, analysiert die Viren-Trends des vergangenen
Jahres und prognostiziert kommende Entwicklungen. Unternehmen müssen laut
TREND MICRO zukünftig damit rechnen, dass Viren-Programmierer noch gezielter
als bisher die Schwachstellen der IT-Infrastruktur angreifen. Darüber hinaus
stehen auch 2004 Email-Würmer wieder an oberster Stelle in der Rangfolge
der Bedrohungen. Der Überblick zu den Viren-Aktivitäten des Jahres
2003 und die Vorraussagen für das kommende Jahr basieren auf den umfassenden
Datenanalysen der TrendLabs, dem weltweiten Netzwerk von TREND MICRO AntiViren-Spezialisten.
In der Vergangenheit verteilte sich Malware über das Kopieren infizierter
Dateien und den Austausch von Disketten. Heute nutzen Viren-Programmierer die
voranschreitende Vernetzung globaler Computersysteme, um ihre Malicious Codes
in kürzester Zeit zu verbreiten. Fast 100 Prozent aller großen Virenausbrüche
von 2001 bis 2003 zeigten dementsprechend Merkmale eines Internet-Wurms. Obwohl
immer mehr Unternehmen Dateianhänge filtern, ist der Massenversand in Kombination
mit Social Engineering die effektivste Verbreitungsmethode für Malicious
Codes.
Viren-Programmierer richten ihre Angriffe darüber hinaus gezielt gegen
Schwachstellen in weit verbreiteten Applikationen und Betriebssystemen, wie
zum Beispiel dem Microsoft Internet Information Server (IIS), Apache und dem
Microsoft SQL Server. Zu den Trends des Jahres 2003 gehört darüber
hinaus die Verwendung von Internet Relay Chat (IRC) als Verbreitungsweg für
Malware. Diese Entwicklung hatte sich bereits 2002 angekündigt und wird
sich auch zukünftig weiter fortsetzten.
Weltweites Experten-Netzwerk liefert Datenbasis
Die Prognosen und Reports von TREND MICRO basieren auf den Daten und Erfahrungswerten
der TrendLabs, einem globalen Netzwerk aus fünf regionalen Zentren für
Forschung und Support. Die TrendLabs sind zentraler Bestandteil der Infrastruktur
von TREND MICRO. Die Forschungszentren verantworten die gesamte Virenanalyse
und die Durchführung von Fallstudien. Darüber hinaus arbeiten die
Experten in den TrendLabs kontinuierlich an der Optimierung der TREND MICRO
ScanEngine, um die Technologie stets auf dem neuesten Stand zu halten.
Mit mehr als 250 Ingenieuren auf drei Kontinenten können weltweit schnelle
Reaktionszeiten auf jeden neuen Virenangriff gewährleistet werden. Die
Zentren in München, Paris, Tokio, Taipeh und Irvine (Kalifornien) bieten
rund um die Uhr zeitnahen und hochqualifizierten AntiViren-Service.
Viren-Überblick 2003
Die meisten Würmer verbreiten sich über Email und verwenden Social
Engineering, um Anwender zum Ausführen von Dateianhängen zu bewegen.
Integrierte Kompression und Verschlüsselung entwickelt sich in Verbindung
mit Anti-Debugging-Code zu einem ernsthaften Problem.
Der nahtlose Schutz von Sicherheitsarchitekturen wird weiterhin durch Schwachstellen
in weit verbreiteten Software-Applikationen beeinträchtigt.
2003 konnte ein erneutes Ansteigen von Denial-of-Service-Attacken verzeichnet
werden. Diese Angriffsform gehörte bereits zu den Trends des Jahres 2000
und wird nun wieder verstärkt eingesetzt.
Die unbemerkte Installation von Hintertüren (Backdoors) ermöglicht
es Hackern, fremde Systeme beliebig oft für eigene Zwecke einzusetzen.
Hacker verwenden zunehmend selbst-installierende Malware, die ihre Komponenten
automatisch von vorher eingerichteten Internet-Sites herunterlädt.
Durch die Verpackung von Malware in Dateiarchiven sollen Filter am Email-Gateway
umgangen werden.
Viele Virenprogrammierer verwenden integrierte SMTP-Engines.
Allgemein geht der Trend hin zu Viren ohne gefährliche Payloads. Gefahr
droht somit durch die schnelle Verbreitung der Viren, die zu einer Destabilisierung
der Netze führen.
Prognosen für 2004
Malicious Codes mit mehreren kombinierten Angriffsmethoden sind weiterhin der
Standard.
Immer mehr Malicious Codes versuchen aktiv, Personal Firewalls und Antiviren-Software
zu deaktivieren.
Unternehmen benötigen Web-Filtering-Software oder zumindest Sicherheitsrichtlinien
für das Surfen im Internet, um die unbemerkte Weiterleitung von Verbindungen
auf potenziell gefährliche Internet-Sites zu verhindern.
Die Filterung von Email-Dateianhängen bietet eine wichtige zusätzliche
Schutzmaßnahme. Im Mittelpunkt der Sicherheitsstrategie stehen aber AntiViren-Lösungen
am Gateway, die alle infizierten Dateien im Netzwerk zuverlässig erkennen
und verschiedene Archivformate unterstützen.
Öffentliche und unmoderierte Benachrichtigungskanäle wie IRC und
P2P werden vermehrt genutzt, da die Email-Flut sich negativ auf die Kommunikationsgeschwindigkeit
in Unternehmen auswirkt.
2002 prognostizierten verschiedene Studien, dass bis zum Jahr 2007 rund 25
Prozent des gesamten Email-Datenverkehrs auf Spam entfallen. Eine Studie (Oktober
2003) von Nucleus Research, AmikaNow!, IDC und der New York Times hat nun ergeben,
dass Spam heute bereits durchschnittlich 49 Prozent des Datenverkehrs ausmacht.
Darüber hinaus werden jährliche Wachstumsraten von rund 7 Prozent
erwartet.
Bei der Evaluierung von Software müssen System-Administratoren verstärktes
Augenmerk auf die zeitnahe Bereitstellung von Sicherheitsupdates durch den Hersteller
legen.